Männergesundheit: Keine Scheu vor Vorsorge

Shownotes

In der neuen Folge unseres Podcasts „Lebenslinien“ spricht Dr. Machten, Chefarzt der Urologie an den GFO Kliniken Rhein-Berg, über Prostatakrebs, die Bedeutung der Früherkennung und darüber, warum viele Männer aus Scham oder Angst zu spät zur Vorsorge gehen. Er erläutert, welche Rolle Partnerinnen bei der Motivation spielen und wie wichtig es ist, ab dem 45. Lebensjahr regelmäßige Untersuchungen wahrzunehmen. Die Folge räumt mit Tabus auf und zeigt klar, wie Vorsorge Leben retten kann.

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00:00:04: Lebenslinien zwischen Kopf, Herz und Schicksal.

00:00:08: Der Podcast über Gesundheit,

00:00:10: Leben

00:00:11: und Pflege.

00:00:12: Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Lebenslinien, dem GFO-Podcast.

00:00:18: Heute bin ich im Marienkrankenhaus der GFO-Klinik in Rheinberg in Bergisch, Klappbach, Winzberg und mein Gesprächskassist Dr.

00:00:26: Stefan Machtens, der hiesige Leiter und Chefarzt der Urologie.

00:00:30: Wir sprechen heute über ein Organ, das nur die Hälfte aller Menschen in Deutschland hat, über dessen richtige Funktion viel aber nur rudimentär etwas wissen und das häufig erst im Alter Aufmerksamkeit bekommt, nämlich die männliche Vorstärdrüse, besser bekannt als Prostata.

00:00:48: Aber als erstes vielleicht ein paar Worte zu Ihnen, Doktor Machtens.

00:00:51: Seit wann sind Sie in der GFO und wann war Ihnen klar, dass Sie Urologe werden wollen?

00:00:57: Ja, ich bin tatsächlich jetzt aktiv, thirty-fünf Jahre Urologel.

00:01:01: Ich bin seit zwanzig Jahren hier in Rhein-Berg.

00:01:05: Die GFO, es war primär ein anderer Träger, hat uns dann vor einigen Jahren hier übernommen.

00:01:10: Ich darf im April nächsten Jahr seit zwanzig Jahren diese Abteilung leiten und habe damals eben diese Abteilung als Urologie übernommen von meinem Vorgänger.

00:01:20: und habe in den letzten zwanzig Jahren dann versucht, eben unter der Mitarbeit meiner doch sehr engagierten Mitarbeiter, diese Ologie dann auch noch weiter zu entwickeln in Richtung, die vorher eventuell noch nicht so vorhanden waren.

00:01:32: Eine Frage muss ich da noch stellen.

00:01:34: Wann entscheidet man sich, Oologe zu werden?

00:01:36: Denn ich kenne jetzt nur wenige eigentlich gar keine Arze, die sich um das Leben und die Abenteuer eines Ologen dreht.

00:01:43: Daher mal so, wann denkt man ja, das ist das Fachgebiet, das ich gerne machen möchte.

00:01:49: Es ist ein bisschen, ich denke gerade in der Orologie, schon etwas komplex.

00:01:54: Also ich glaube, dass man eine gewisse Persönlichkeit mitbringen muss, um Orologe zu werden.

00:01:58: Ich glaube, ein Orologe, und das zeichnet eigentlich unser Fachgebiet aus, ist besonders gekennzeichnet durch viele Mitarbeiter und Kollegen, die sich selbst eigentlich nicht so wirklich übermäßig ernst nehmen.

00:02:11: Also ich glaube, wir sind eine sehr lockere Verbindung.

00:02:14: Wir sind im Grunde genommen Kollegen, die sehr kollegial und sehr freundschaftlich und nett miteinander umgehen.

00:02:20: Und das, glaube ich, zeigt dieses Fach Orologie aus.

00:02:23: Und das hat mich letztendlich an dem Fach auch am Anfang als junger Mann immer schon interessiert, dass ich gerade dieses Miteinander, dieses sehr kollegiale, was die Orologie prägt, immer geschätzt habe.

00:02:33: Und deshalb habe ich während meines praktischen Jahres, wo ich die Orologie als Wahlfach kennengelernt habe, dann entschieden, auch Orologe zu werden.

00:02:40: Ich stelle diese Frage immer ganz gerne, da es mich immer interessiert, wieso sich eine Ärztin oder Arzt am Ende für den einen oder eben den anderen Fachbereich entscheidet.

00:02:48: Also ich schiebe mal herzlichen Dank für die ehrliche Antwort.

00:02:51: Bevor wir jetzt aber über Vorsorge und Probleme mit der Prostata sprechen, bitte ich Sie unseren Hören und Hören einen kurzen Einblick zu geben, was eigentlich die genaue Funktion der Prostata überhaupt ist, denn ich glaube, dass das Wissen über die männliche Vorsteherdröse selbst bei uns Männern gar nicht so groß ist.

00:03:08: Die Prostata ist ein Organ, das zwischen Blase und Harnröhre liegt bzw.

00:03:14: die Harnröhre läuft durch die Prostata hindurch.

00:03:17: Das heißt, wenn sie von der Blase den Urin ausscheiden, läuft das durch die Prostata.

00:03:21: Das heißt, die Prostata umschließt die Harnröhre.

00:03:24: Die Harnröhre hat insbesondere ihre Aufgaben in der Fertilität.

00:03:28: Und zwar ist die Prostata das Organ, was den höchsten Anteil an Flüssigkeit zusammen mit der Samenblase, die direkt benachbart ist, in den Samenerguss abgibt.

00:03:38: Das heißt, wir sind nicht vertil, wenn die Prostata nicht als Organfunktionsfähig ist.

00:03:44: Das heißt, die Hauptaufgabe der Prostata ist in der Sicherstellung der Fertilität.

00:03:48: Außerdem ist die Prostata ein Teil des Organsystems, was dann auch den Verschluss der Blase zusammen mit dem Schließmuskel sichert.

00:03:55: Das heißt, die Prostata stellt eben auch die Kontinent, also die Kontrolle des Urins mit sicher.

00:04:01: Ja, ich denke, das waren jetzt schon viele Informationen zu diesem Unbekannten Organ, die vielen bisher vielleicht noch nicht so geläufig gewesen sind.

00:04:11: Meist entdecken Männer ihre Prostatei ja erst zumindest, was die Gesundheit angeht, weil es bereits schon erste Schwierigkeiten gibt.

00:04:19: Viele Männer kennen das ja nachts häufiger müssen, also auch stehen müssen in der Nacht oder einen tröpfenden Harnstrahl.

00:04:25: Was für weitere Beschwerden gibt es beziehungsweise, was für Symptome können sie dann nennen?

00:04:30: Also wichtig war eben natürlich von mir auch schon gesagt die Tatsache, dass die Prostata die Harnröhre umschließt.

00:04:37: Und im Alter und wir wissen, dass bei den über sechzigjährigen schon siebzig Prozent der Patienten eine vergrößerte Prostata haben, dass diese vergrößerte Prostata dann natürlich Druck auf die Harnröhre ausübt.

00:04:49: Dieser Druck auf die Harnröhre macht es der Blase schwieriger den Urin zu entleeren.

00:04:53: Das heißt, es kommt zu einer stärkeren Drangsymptomatik, weil die Blase als ein Muskel hauptsächlich immer versucht, eben den Druck aufzubauen und gegen die Prostrate anzuarbeiten.

00:05:02: Und das führt dann zu einer Drangsymptomatik.

00:05:05: Man muss plötzlich deutlich schneller zum Wasser lassen, nächtiges Wasser lassen ist ein deutlicher Hinweis darauf.

00:05:09: Der Hahnstrahl ist abgeschwächt, es kann zu Rest-Hahn-Bildungen in der Blase kommen.

00:05:14: Darüber auch zur Hahnwächsinfektion und Entzündung.

00:05:17: Das heißt, die Prosta ist durch ihr Wachstum, was im Alter zunehmend schon ein Organ, was uns dann eher beschwerden macht im weiteren Verlauf des Lebens.

00:05:26: Das sind jetzt sicher Symptome, die wahrscheinlich einige unserer männlichen Hörer schweigend kennen.

00:05:32: Denn wir Männer sind ja jetzt nicht so gerade bekannt dafür zum Arzt zu gehen.

00:05:36: Man versucht etwas wegzukratzen, es auszusitzen und zu hoffen, das wird schon irgendwie wieder.

00:05:42: Und dann geht man erst zum Arzt, wenn es eigentlich schon wirklich schlimmer geworden ist.

00:05:46: Ab welchen Beschwerden Symptomen sollte denn ein Arzt wirklich unbedingt aufgesucht werden?

00:05:52: Das, was eigentlich bei der Prostata recht spannend ist, ist, dass die Prostata eigentlich keine Symptome machen muss, um eigentlich schon die Indikation zu haben, um eben zum Beispiel auch mal zum Orologen und zum Arzt zu gehen.

00:06:03: Das heißt also, man sollte schon natürlich auch regelmäßig zum Arzt ab einem bestimmten Alter, ab dem fünfundvierzigsten bis fünfundzigsten Lebensjahr gehen, um die Prostata mal kontrollieren zu lassen.

00:06:11: Das ist letztendlich nicht Symptomen getriggert, sondern eher tatsächlich vom Alter.

00:06:16: Und da geht es dann insbesondere immer um den Ausschuss eines Prostataka-Zenoms.

00:06:20: Okay, man geht also zum Arzt, vielleicht beim ersten Mal auch alles in Ordnung, und beim zweiten Mal kommt dann die schlimme Nachricht, die Prostata-Vergrösung, als Beispiel, ist nicht harmlos.

00:06:32: Jetzt gibt es ja auch Vergrößerungen der Prostata, die jetzt nicht bösartig sind, aber diesmal kommt die Nachricht, diese ist bösartig, also Krebs.

00:06:41: Welche Therapien gibt es dann?

00:06:44: Ja, das ist auch ein ganz, ganz spannender Aspekt.

00:06:47: Je früher man das Prostata-Karzonom entdeckt, Das so höher ist die Chance, dass es sich um ein noch nicht aggressives Prostadakarzonom handelt.

00:06:55: Und wenn ein Prostadakarzonom als bösartiger Tumor früh diagnostiziert ist, kann es durchaus sein, dass es absolut ausreich, diesen Tumor nur regelmäßig zu kontrollieren.

00:07:05: Regelmäßige Kontrollen würden bedeuten, dass man regelmäßig den sogenannten PSA wird, das sogenannte Prostadaspitifische Antigen kontrolliert.

00:07:13: dass man auch in Abständen von anderthalb bis drei Jahren immer mal wieder die Prostata durch eine Probe abklärt.

00:07:18: Aber nicht jedes Prostata-Karsenome muss aktiv behandelt werden, sondern kann durchaus auch beobachtet werden.

00:07:24: Und viele Männer können dann auch mit einem Prostata-Karsenome, was eben sich sehr ruhig verhält, auch sehr, sehr alt werden.

00:07:31: Dann gibt es aber die Prostata-Karsenome, die natürlich aggressiv sind.

00:07:33: Und da gibt es drei etablierte Behandlungsformen.

00:07:36: Das eine ist, dass man die Prostata operativ entfernen kann.

00:07:39: Das zweite ist die Möglichkeit, die Prostata von innen zu bestrahlen.

00:07:43: Und das Dritte ist die Möglichkeit, die Prosta davon außen zu bestrahlen.

00:07:46: Das sind die etablierten Behandlungsformen des eher fortgeschrittenen Prosta-Dakatsenums.

00:07:51: Das heißt also, wenn ich das richtig verstehe, wie bei vielen Krebsarten, wenn man besonders als Mann früh genug und regelmäßig zur Vorsorge oder auch bei ersten deutlichen Anzeichen zum Arzt geht, stehen die Chancen auf eine Heilung bzw.

00:08:06: auf eine positive Anstattung der Therapie gar nicht so schlecht.

00:08:10: Das ist, glaube ich, das, was ich gerne auch heute eben mit rüberbringen würde.

00:08:13: Das heißt, wenn wir frühzeitig das Prostatakarsenum entdecken, können wir den betroffenen Männern auch letztendlich durch wenig aggressive Maßnahmen sehr kontrolliert eben auch ermöglichen, mit diesem Prostatakarsenum auch gut zu leben.

00:08:26: Das heißt, je früher man es entdeckt, desto günstiger, deshalb eben nicht erst zum Urologen gehen, wenn man Symptome hat, sondern durchaus eben auch zum Urologen zu geben, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat.

00:08:37: Wichtig ist auch zusätzlich noch, dass das Prostadakatsnum keine typische Symptomatik macht.

00:08:42: Deshalb wäre es sehr, sehr wichtig, eben auch ohne Symptomatik durchaus den Urologen aufzusuchen.

00:08:47: Na ja, daran schieße ich ja direkt an die Frage.

00:08:50: Ab wann sollten Männer denn spätestens zur Vorsorge zum Urologen gehen?

00:08:55: Und denn wir haben ja als Männer nur etwas anderes Sozialisation als Frauen, was Ärzte angeht.

00:09:02: Denn es gibt ja keine Männerarzt.

00:09:04: Ab wann sollten Männer da wirklich hingehen?

00:09:07: Da sollte man tatsächlich auch so ein bisschen von der Familiengeschichte abhängig machen.

00:09:10: Wenn man zum Beispiel in der Familie schon einen Vater, einen Bruder, einen männlichen Verwandten, den ersten Grad es hat, der eventuell schon mal an der Prostata, zum Beispiel auch an einem Karzinom erkrankt ist, dann sollte man durchaus eben zwischen dem fünfundvierzigsten und fünftigsten Lebensjahr den Erstkontakt zum Urologen suchen.

00:09:25: Durchaus dann schon mal eine Bestimmung aus dem Blut des Bostadarspezifischen Antigens zu machen, um einen Ausgangsbefund zu haben.

00:09:32: Es kann dann durchaus reichen, dass man erst in ganz, ganz großen, mehrjährlichen Abständen wiederkommen muss.

00:09:37: Aber wenn man diesen Ausgangsbefund mit forty-fünfzig bis fünfzig erhebt, ist das gerade für familiär vorbelastete Männer sicherlich eine sehr, sehr gute Idee.

00:09:45: Nun, jetzt möchten wir ja mit dieser Sendung auch Männer dazu motivieren, zur Vorsorge zu gehen.

00:09:51: Und in der Vorbereitung zu meinen Sendungen muss immer wieder mein Freundes im Bekanntenkreis zur Recherche erhalten.

00:09:57: Und im Vorfeld dieser Ausgabe war ich doch sehr überrascht, wie viele dann auch nicht bei einer Vorsorgeuntersuchung waren.

00:10:03: Sowohl nicht bei einer Darmspiegelung zum Beispiel, als auch bei einer Prostata-Vorsage.

00:10:08: Und das hat teilweise abstruse Vorstellung existiert, dass mit irgendwelchen größeren riesigen Blinken und Apparaturen gearbeitet wird, aber auch Schaben und Angst vor dem... Ich nenne es mal das... den berühmten Fingerchen, um ein Ängste zu nehmen, was genau passiert überhaupt bei einer Prostata-Vorsorgeuntersuchung?

00:10:26: Also wichtig ist, dass man bei einer Vorsorgeuntersuchung eben erstmal die Prostata im Fokus hat.

00:10:32: Das heißt, man bietet eine Blutabnahme an.

00:10:35: Diese Blutabnahme dient eben der Bestimmung dieses Prostata-spezifischen Antigens.

00:10:39: Dieser Wert ist unter anderem auch altersabhängig, auch von der Größe der Prostata abhängig.

00:10:43: Das heißt also, ein Ausgangswert ist gut.

00:10:46: Weil der Ausgangswert eher dann erst beurteilbar ist, wenn man den längeren Abständen dann auch den Verlauf des Prostata-Werts bestimmt.

00:10:53: Das zweite ist, dass man eine körperliche Untersuchung macht.

00:10:55: Das gehört eigentlich zur Frühjahrkennung bei fast jedem Arzt dazu.

00:10:59: Das, was die Männer immer so ein bisschen fürchten, ist die Untersuchung mit dem Finger über den Endarm.

00:11:04: Das ist deshalb in der Urologie natürlich ein guter Weg, weil man mit dem Finger schon die Prostata über den Endarm tasten kann.

00:11:12: Und eine auffälligtastbare Prostaderk könnte unter Umständen mal auf einen Prostaderkart-Synom, einem Bösser, den Tumor hinweisen.

00:11:18: Das scheuen einige, weil es ihnen einfach unangenehm ist.

00:11:21: Aber es gehört auch die Urinuntersuchung dazu.

00:11:24: Es gehört auch mal der Ultraschall der Nieren und der Blase dazu.

00:11:27: Das heißt also, eigentlich ist eine Früherkennung urologischer Untersuchung eben nicht nur auf die Prostader beschränkt, weil wir kümmern uns in der Urologie ja eigentlich um den gesamten Handtrakt.

00:11:35: Und da gehören Nieren und Blase auch unbedingt dazu.

00:11:38: da stellt sich ja dann aber auch wieder die Frage, wie man Männer überhaupt dazu kommt, schneller mal zum Arzt zu gehen und nicht nur für eine Krankschamung bei der höchst gefährlichen Männergrippe.

00:11:49: Da sind ja auch irgendwie Eltern mal zuständig und irgendwie gilt ja noch immer ein echter Mann, kennt keinen Schmerz und natürlich auch keine Prostartabischwählen.

00:11:57: Zumindest sieht man in keinem Film, dass er hell nachts öfter aufstehen muss.

00:12:02: Also selbst bei Indiana Jones nicht.

00:12:04: Und wir nehmen also uns Männern diese Zweifel und diese Diffusen, Ängste und Sorgen.

00:12:09: Ja, auch wenn es etwas Intimeres ist, um regelmäßig und vor allem rechtzeitig zur Vorsorge, Untersuchung zu gehen.

00:12:14: Denn sie sagten ja schon, es lohnt sich ja für die Gesundheit.

00:12:18: Es ist ganz interessant bei uns in der Praxis zu beobachten, dass ganz, ganz wesentlich der Kontakt zu Partnerinnen und Ehepartnerinnen ist, die natürlich eine ganz andere Einstellung haben, auch zur Frühjahrkennung.

00:12:29: Wir wissen, dass die Akzeptanz eben bei Frauen sehr viel höher ist.

00:12:33: Und wir wissen, dass das, wenn das thematisiert wird, dass die Männer Ängste haben, oft die Frauen, diejenigen, die sagen, okay, bei mir ist die Frühjahrkennung auch nicht sehr angenehm, aber ich sehe das schon als sinnvoll an.

00:12:43: jetzt kommen.

00:12:44: Machen wir das zusammen.

00:12:46: Es gab eine sehr interessante Kampagne in der Urologie vor einigen Jahren.

00:12:49: Diese Kampagne hieß, was wünschen Frauen?

00:12:52: Und die Antwort war gesunde Männer.

00:12:54: Und das war, glaube ich, eigentlich schon ein ganz, ganz guter Hinweis, wie es eventuell funktionieren kann durch Familie.

00:13:00: Das ist aber, was Sie ganz klar ansprechen und das ist ein riesiges Defizit, was wir aber eigentlich in der gesundheitlichen Frühjahrkennung in Deutschland insgesamt haben.

00:13:07: Das ist in den Schulen, im Hinweis eben in der Bildung, das eben Frühjahrkennung dazu beiträgt, früh auch bösartige Tumoren zu entdecken, die dann ganz anders zu warnen sind als eben Tumoren, die man später legt.

00:13:19: Ich glaube, da sollten wir gerade in dem Bereich Bildung, schulische Ausbildung, sollten wir deutlich mehr tun.

00:13:24: Da ist also ein echtes Defizit.

00:13:27: Gibt es denn eigentlich Dinge, die ich tun kann, um einer Prostateilkrankung vorzubeugen?

00:13:32: Sicherlich Sport und viel Bewegung, natürlich nicht rauchen, eine gesunde Ernährung.

00:13:36: Aber gibt es da, ich sage mal, Übungen?

00:13:41: Beckenboden-Training oder den Hula-Hup-Reifen-Schwingen oder so etwas in der Art.

00:13:47: Und vielleicht auch ohne, dass ich mich riesig anstrengen muss.

00:13:51: Verstehe Sie, was ich meine, damit man Männer auch irgendwie sagt, okay, da kann man etwas auch vorher tun.

00:13:56: Ich verstehe das gut.

00:13:58: Das ist nahe bei der Prosta da ein ganz trauriges Thema, weil wir haben eigentlich tatsächlich wenig auch in untersuchten Studien gesehene Maßnahmen, die zum Beispiel eine Prosta der Vergrößerung oder eine Prosta der Karzinomenstehung verhindern können.

00:14:12: Wir wissen zum Beispiel nur als Gegenbeispiel, dass, wenn man raucht, die Wahrscheinlichkeit, ein Blasentumor zu bekommen, sehr hoch ist.

00:14:17: Das ist aber bei der Prostata gar nicht so.

00:14:19: Also eine wirklich ganz klar ersichtliche Zusammenhang zwischen Prostata-Karzinomen und Nikotinabose gibt es zum Beispiel nicht.

00:14:26: Wir haben Hinweise darauf, dass wahrscheinlich schon eine ausgewogene Ernährung, die eben nicht zu stark auf fleischliche Produkte und auf Grillprodukte orientiert ist, dass das wahrscheinlich schon einen Einfluss hat.

00:14:37: Aber wir sehen auch leider Regionen der Welt, wo das gar nicht so ein Problem ist, aber trotzdem eben das Prostadakatsenum sehr stark ist.

00:14:44: Wir haben zum Beispiel überhaupt noch keine Erklärung dafür, dass in den Staaten wie Grenada, Trinidad, Tobago, die siebzigfach höhere Prostadakatsenumrate ist als in anderen Ländern der Welt, Und wir wissen zum Beispiel noch nicht genau, woran das liegt.

00:14:58: Das heißt, wir wüssten gerne in dem Bereich viel häufiger, was man eventuell tun könnte, um es zu verhindern.

00:15:04: Da ist gerade das bei der Prostata ein sehr schlecht, werde ich mit Evidenz so sagen, dass wir beweisen, belegte Fragestellung.

00:15:12: Also in der Vorbereitung auf die heutige Ausgabe, die ich gelesen, dass man auch für die Prostata seine Blase trainieren sollte, also beispielsweise jetzt mal länger einhalten.

00:15:24: Aber komm, hatte ich das gewesen, hatte ich wieder einen anderen Artikel, in dem genau das Gegenteil stand.

00:15:30: Vielleicht können Sie uns da helfen, was ja nun richtig ist und was nicht.

00:15:34: Also Blasentraining ist ja zumindest etwas, was man tun kann, wenn man unter einer Inkontinenz oder einer Blasen-Erlehrungsstörung leidet.

00:15:41: Da kann man z.B.

00:15:42: durch das Training des Beckenbohns aktiv gegenarbeiten.

00:15:46: Bei Männern passiert das z.B.

00:15:47: häufiger nach Operationen.

00:15:49: Z.B.

00:15:49: die Entfernung der Prostader bei Prostader-Karzinom kann zu einer Inkontinenz führen.

00:15:53: Da ist das klassische Beckenbohntraining indiziert.

00:15:56: Aber den Beckenboden zu trainieren, wenn man eventuell ohnehin schon beginnende Probleme mit der Entleerung hat, ist absolut kontraproduktiv.

00:16:03: Da sollte man eher eben lernen, dass man sich entspannt zum Wasserlassen hinsetzt oder hinstellt, je nachdem wie man das am besten kann und die Blase einfach mal richtig entleert.

00:16:11: Weil eine Restanbildung mit Entzündungsbildung, mit aufsteinen Harnwieseverhältnissen viel bedrohlicher ersetzt er nicht eben regelmäßig und das kann man trainieren, dann regelmäßig das Wasser auch entspannt.

00:16:22: abzulassen.

00:16:23: Also Beckenbohntraining eigentlich nur indiziert bei einer Sorge um Inkontinenz oder einer bereits nachgewiesenen Inkontinenz.

00:16:30: Ansonsten eher Übungen, wie kann ich die Prostata entspannen, wie kann ich eventuell eher besser entleeren?

00:16:36: Noch ein Satz zur Ernährung bitte.

00:16:38: In der Werbung wird ja häufig von der großartigen Werbung eines sogenannten Medizinkürbisses gesprochen.

00:16:46: Ich habe bisher noch nicht rausgefunden, welche Sorte jetzt der Medizinkürbis ist.

00:16:52: Aber ist da etwas dran?

00:16:54: oder ist das blödste, wenn ich jetzt jeden Tag Kürbisprodukte esse?

00:16:58: Da muss man wirklich sagen, es gibt einige Phytoprodukte, die durchaus Einfluss nehmen, wohnen auf die Prostata.

00:17:03: Wir wissen, dass Kürbiskernprodukte, dass dort eben auch positive Effekte in der Prostata freigesetzt werden.

00:17:10: Das heißt also, ausgewogene Ernährung, was ich eben schon erwähnte.

00:17:14: Da gibt es schon Hinweise, dass man damit eben die Prosta da schon beeinflussen kann.

00:17:17: Sie wissen, dass sie natürlich im Reformhaus auch Kürbiskernprodukte eben auch erwerben können, dass man das auch ein sehr, sehr großer Markt ist.

00:17:23: Das sind tatsächlich Dinge, die man gerade, wenn man Irritation schon hat beim Wasserlassen und die Prosta da gereizt ist, dann können diese Phytoprodukte das schon etwas beruhigen und das Wasserlassen auch positiv beeinflussen.

00:17:35: Jetzt haben wir, ich denke und hoffe, schon viel Licht ins Dunkel um die Prosta da gebracht.

00:17:42: Natürlich besonders, dass die Vorsorgeuntersuchungen sehr, sehr wichtig sind.

00:17:45: Ich mache die auch schon sehr regelmäßig.

00:17:46: Die letzte Frage an Sie.

00:17:48: Hand aufs Herz.

00:17:49: Wie oft gehen Sie zur Vorsorge?

00:17:51: Ja, gut.

00:17:52: Bei mir ist das natürlich in der Routine, dass ich mal sehr schnell zwischendurch mal mein PSA-Wett abnehmen lasse.

00:17:57: Ich habe allerdings auch eine familiäre Vorbelastung.

00:17:59: Weiß, dass eben das Bossa-Dacca zu Nomen für mich, auch für meine drei Söhne, durchaus etwas ist, was uns mal erahlen könnte.

00:18:06: Deshalb, wenn man eine solche Sache ist und dann auch in dem Beruf des Urologen steht, kann man das natürlich auch mal nebenher ganz gerne machen.

00:18:12: Das heißt, da ist natürlich auch das, was vielleicht andere als Scham besetzt oder so interpretieren, natürlich bei uns durch die Kenntnis, was passiert und wofür es notwendig ist.

00:18:19: Natürlich trägt das schon dazu bei, dass man das regelmäßig macht, aber glauben Sie mal nicht.

00:18:24: Auch in europäischen Krallen gibt es durchaus Kollegen, die da durchaus auch nicht so konsequent sind.

00:18:29: Und deshalb ist es tatsächlich nicht immer so, dass der Beruf dann auch wirklich dazu führt, dass man das regelmäßig

00:18:34: tut.

00:18:35: Ja, danke.

00:18:36: Ich frag das immer wieder gerne so am Ende, auch natürlich mit dem Augenzwinkern, ob man eine Gesprächspartner, denn ihre eigenen, meist medizinischen Vorgaben auch selbst erfüllen oder eher nicht.

00:18:49: Ich bedanke mich sehr für das Nette und war ein sehr informative Gespräch, Herr Dr.

00:18:53: Machtens.

00:18:53: Hat mir sehr viel Spaß gemacht und natürlich hoffe ich, dass wir mit dieser Sendung zumindest ein bisschen dazu beitragen können, dass die Prostator nicht mal ein ganz so unbekanntes Organ ist und dass die Scham und Ängste für eine oder bei einer Prostatorvorsorge vollkommen unnötig sind.

00:19:13: und dass dort nicht mit blinkenden Geräten langen heißen Nadeln oder ähnlichen gearbeitet wird.

00:19:19: Daher, liebe Männer, geh zur Prosta davor, Sorge.

00:19:22: Und lasst euch nicht erst auf den letzten Drucker von der Partnerin oder dem Partner dahinschleifen.

00:19:27: Es ist wirklich gut für eure Gesundheit.

00:19:29: Und wir holen uns ineinander in den nächsten Ausgaben von GFU Lebenslinien.

00:19:35: Das nächste Mal ist wahrscheinlich die Britta wieder am Mikrofon und ich verabschiede mich wie immer mit dem Satz des großartigen Shostoma.

00:19:42: Servus.

00:19:42: Es ist ein Wettbewerb.

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