Länger - Besser - Leben

Shownotes

Im Gespräch mit Professor Dr. med. Thomas Kälicke über sein neues Buch LNGVTY - Länger. Besser. Leben. Im Fokus stehen die Risiken und Chancen des Älterwerdens.

Altern lässt sich nicht vermeiden, aber positiv verlängern. Anders gesagt: Wir können unsere Lebensspanne beeinflussen.

In seinem aktuellen Buch "LNGVTY - Länger. Besser. Leben." erklärt Mediziner Professor Thomas Kälicke praxisnah und wissenschaftlich belegt, welches die sechs größten Killer für unsere Lebensqualität sind:
Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Störungen, Krebs, Demenz, Knochen-, Knorpel- und Muskelabbau
sowie Mikrobiom-Störungen.

Im Podcast sprechen wir mit dem Chefarzt der GFO Kliniken Bonn über Ursachen, Risiken und Lösungen.
Wer hier den moralischen Zeigefinger erwartet, liegt falsch. Der Experte plädiert für ein gesünderes Leben und überzeugt mit motivierenden Worten und Haltung.

Transkript anzeigen

00:00:12: Lebenslinien zwischen Kopf, Herz und Schicksal.

00:00:15: Der Podcast zur Gesundheit, Leben und Pflege.

00:00:39: Damit können wir gleich starten, länger besser leben", erklärt er.

00:00:43: Er erklärt es fachlich und gleichzeitig anschaulich in einem Buch von Vierhundert Seil.

00:00:48: Herr Professor Kellicke herzlich willkommen!

00:00:51: Ja herzlichen Willkommen auch meiner Satz.

00:00:53: Freu mich hier zu sein.

00:00:55: Wann sind Sie heute morgen aufgestanden?

00:00:56: Drei Uhr dreißig.

00:00:58: Drei uhrdreißig wann sind Sie ins Bett gegangen?

00:01:01: Zwanzig Uhr dreizig das heißt ist das so etwas was sie kennen was so ihre Routine isst?

00:01:07: Ja, seit zwanzig Jahren ist das meine Routine.

00:01:10: Ich habe immer gerne Sport gemacht und... ...das habe ich mit meiner Frau quasi oft nach dem Arbeiten gemacht.

00:01:18: Und als dann der erste Sohn geboren wurde, habe ich gesagt, ich muss meinen Setting insgesamt ändern.

00:01:24: Und da ich sehr, sehr gerne Sport mache, weil ich früher für einer Meta-Läufer war,... ...hab' ich das dann auf den Morgen verlegt und da ich als Chirurg... Unchefarzt früh anfangen zu arbeiten.

00:01:36: Ich sortiere die Klinik immer so ab sechs Uhr morgens, muss ich eh gegen halb fünf etwa aufstehen um dann hier zu sein und jetzt stehe ich halt sechzig Minuten früher auf und mache dann in der Zeit noch Sport.

00:01:49: Kommt dann hier in die Klingel und dusche Frühstücke und fang an zu arbeiten und ich selber kann mir gar nichts anderes mehr vorstellen seit den zwanzig Jahren.

00:02:00: Sport morgens ist eigentlich perfekt.

00:02:02: Was machen Sie da genau für den Sport?

00:02:05: Ich mache einen Tag Ausdauersport, kann zwar eine Zwei-Training sein.

00:02:10: Das ist so ein Job bei dem sie sich unterhalten können.

00:02:14: Manchmal war ich in der Waldtraining richtig mal aus der Puste zu kommen.

00:02:18: Dann kann man insgesamt die Leistungsfähigkeit langsam steigern und an den anderen Tagen mache ich meistens Krafttraining Stabilisationsübungen im Wechsel.

00:02:27: Also diesen inneren Schweinehund, den haben Sie nicht wie wir meisten Leute.

00:02:32: Ja, ich habe ja im Prinzip sieben Stunden geschlafen und bin eigentlich ready für den Tag.

00:02:36: Es ist nur ein bisschen verschoben und deshalb bist es in der Klinik... Die Patienten kennen das ja alle schon, die sprechen mich darauf mal drauf an.

00:02:43: Das ist ein Riesenthema, die drei Uhr dreißig.

00:02:45: aber weil ich ja eigentlich gewohnt bin früh aufzustehen sind diese sechzig Minuten noch früher natürlich zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt.

00:02:55: Aber dass ist nur dem geschuldet, dass sich als Arzt so früh arbeite.

00:02:59: wenn ich im Urlaub bin dann wache ich, weil ich Lärche bin immer so gegen sechs auf.

00:03:05: Das ist ja schon für Sie spät?

00:03:09: Ja, aber das wäre ein natürlicher Rhythmus und wenn ich da davor noch trainieren möchte, dann wäre es halt um fünf aufzustehen!

00:03:15: Das ist ihr Alltag der unterscheidet sich natürlich von den meisten Menschen, würde ich sagen.

00:03:20: Ich habe mir mal so ein paar Zahlen und Fakten rausgesucht.

00:03:23: Deutschland gehört bei der Lebenserwartung zu den Schlusslichtern in Westeuropa.

00:03:27: Das hat mich sehr erstaunt, obwohl wir so eine hochmoderne Gesundheitssysteme haben.

00:03:35: Und das sagt ein aktuelles Studium des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und des Max-Planck-Institut ganz aktuell also von zwanzig fünfundzwanzig.

00:03:43: Woran liegt das?

00:03:46: Ja es ist jetzt nicht so dass wir in Westeuropa ganz weit jahre technisch hinliegen.

00:03:52: Vorne sind glaube ich aktuell die Spanier.

00:03:55: Die sind ein paar Jahre werden älter.

00:03:58: Aber man muss natürlich insgesamt betrachten, dass sich die Lebenserwartung in den letzten hundertfünfzig Jahren dank der modernen Medizin um fast da doppelt hat und wir jetzt durch Herzkatheteruntersuchungen einen Herzenfakt überleben das wir durch gute Chirurgie-Infektionen überleben wie den Blindandurchbruch.

00:04:19: Da hat sich natürlich insgesamt dahingehend was getan.

00:04:22: aber sie haben recht obwohl extrem gutes Gesundheitssystem haben, obwohl wir extrem hohe Kosten produzieren.

00:04:33: Weil wissen nämlich die, die am meisten ausgeben für das Gesundheitssystem in Europa sind bei der Lebenserwartung überraschenderweise nicht ganz oben und das liegt an unserem mutmaßlich schlechten Lebensstil.

00:04:45: Also haben wir auch selber Verantwortung natürlich für den eigenen Lebensstiel und zwanzig bis dreißig Prozent unserer Lebensspanne sind genetisch vorgegeben.

00:04:52: aber da bleibt natürlich noch ein großer Rest Und das ist dann die Eigenverantwortung.

00:04:58: So sehen Sie das?

00:04:59: Ja, das ist nicht nur die Eigen- verantwortung.

00:05:01: der Staat müsste denke ich auch mehr tun und wir müssten vielmehr in Prävention investieren um dieses Problem irgendwie unter Kontrolle zu bekommen und uns insgesamt zu verbessern.

00:05:15: aber natürlich ist Eigen Verantwortung ein Riesenthema und es liegt ein bisschen vielleicht auch daran dass wir schludern, weil ich habe das in meinem Buch die stillen Killer genannt.

00:05:31: Diese ganzen Zivilisationskrankheiten, Alterskrankkeiten in Wirklichkeit keine Alterskranken sind sondern viel früher entstehen und angelegt werden Und bis sie ausbrechen ist man meistens alt und es dauert zwanzig dreißig Jahre.

00:05:47: Es ist halt was anderes.

00:05:48: wenn Sie sich als Kind eine Messer schneiden oder wenn sie auf eine Herdplatte packen, dann sehen Sie und fühlen Sie den Schaden sofort.

00:05:58: Und wenn Sie immer hochverarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen die sagen wir mal im Körper einen Entzündungs-Zunami auslösen Dann sind sie nicht sofort krank sondern es dauert extrem lange bis ich die Krankheit dann etabliert und man nimmt sie dann halt erst im Mon Alter wahr?

00:06:20: Also man weiß es vom Kopf um verschiebt wahrscheinlich diesen Gedanken daran, dass man frühzeitig beginnt eigentlich im Kindesalter mit Sport und Bewegung.

00:06:28: immer weniger Kinder bewegen sich auch.

00:06:30: Da gibt's natürlich verschiedene Faktoren warum das so ist.

00:06:33: Das heißt ihr sagen das ist ganz früh schon angelegt?

00:06:36: Ja je früher desto besser wäre es sich um seine Gesundheit zu kümmern und sich klarzumachen was im Körper tatsächlich passieren kann wenn ich mich konstant Lebensstiltechnisch-Schlechtverhalten.

00:06:52: Waren Sie denn Jugendlicher, der so vernünftig schon war und gesagt hat ich kümmere mich um meine Gesundheit oder war das eher im Unterbewusstsein?

00:07:00: Ja, ich bin mit vierzehn Jahren Vierant Meter Läufer geworden und da habe ich mich in Prinzip ohne es zu wissen schon mit Long Javity mit vitaler Langlebigkeit beschäftigt weil einen Viernant Meter Lläufer möchte einen möglichst großen VO-Zweimaxpferd haben.

00:07:18: Das ist die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit, weil der, der die höchste Sauerstofaufnahmefähigkeit hat wird mal mutmaßlich nachher das auch händengebinden.

00:07:29: Deshalb trainiert man diese Ausdauerfähigkeit extrem Und das ist interessanterweise etwas, was mit Langlebigkeit korreliert.

00:07:39: Wir wissen mittlerweile an ganz großen Studiendaten, dass man im höheren Lebensalter einen möglichst hohen VO-Zweimax Wert haben sollte weil man dann länger vital plagt und länger eigenständig plagt.

00:07:51: Das zweite, was Finometerläufer machen, ist sich mit Krafttraining extrem viel beschäftigen quasi schnell Kraft haben wollen, weil sie Sprinter.

00:07:59: Also

00:07:59: Muskulaturaufbau ist ganz wichtig

00:08:01: Ja und das ist auch im Alter extrem wichtig, weil viele Menschen mittlerweile einen starken Muskel schwundem hohen Alter haben.

00:08:10: Das sehe ich natürlich auch als Orthopäde- und Unfallchirurg immer wieder.

00:08:14: Und dann reicht ein kleiner Späubara in der Teppichkante dazu aus dass man hin fällt und es nicht stabilisieren kann.

00:08:23: Erlangledigkeitssicht, extrem wichtig sich mit Krafttraining im Alter zu beschäftigen.

00:08:28: Also das ist das zweite was ich ans vierte Schürznieriger begonnen habe zu machen.

00:08:32: Dann hab' ich mich automatisch mit gesunder Ernährung beschäftigt.

00:08:36: Lag auch ein bisschen an meiner Mutter die so eine Vollwehrpionieren war.

00:08:40: Bin ich also ein bisschen vielleicht eingeladen aber in Kombination mit dem Sport machte des Sinn.

00:08:46: und dann hab' mit Schlaf extrem auseinandergesetzt, weil ich gemerkt habe.

00:08:52: Ich brauche viel Schlaf als Finanmetalläufer um zu regenerieren.

00:08:55: das ist auch heute ein Thema dass nur in Schlaf Reparaturprozesse funktionieren und deshalb ist Schlaf Stressmanagement extrem wichtig für Langlebigkeit.

00:09:07: und vierter Aspekte sich hat obwohl ich als Finameterläufer eine Einzeldisziplin gemacht habe ... in einer großen Gruppe trainiert und war sozial eingebunden.

00:09:17: Also ich war im Gefüge drin, dass das auch heute Einsamkeit macht krank... ... Freundschaft verbunden hat, ein extrem wichtiger Faktor für Langlebigkeit also Bindung.

00:09:28: Und wenn man mal ganz ehrlich ist ohne Bindung würde das Leben ja eigentlich keinen Sinn machen.

00:09:33: Da kann man den anderen Kram sich auch gleich sparen.

00:09:36: Was dann zur Gesundheitsförderung beiträgt?

00:09:39: Genau!

00:09:40: Das Letzte ist positives Mindset.

00:09:42: Also das weiß man positive Gedanken beeinflussen die Gesundheit positiv.

00:09:49: Und als Phänameterläufer hat man dieses positive Mindset, dass man vorankommen möchte, das man ein Ziel hat.

00:09:56: und das waren eigentlich fünf wesentliche Aspekte mit denen ich mich schon vor vierzig Jahren eigentlich beschäftigt habe und die auch dazu beigetragen haben, dass ich letztlich entschieden habe das Buch zu schreiben.

00:10:06: Ja weil das ist ganz spannend!

00:10:07: Weil sich hier Rurks sind?

00:10:08: Man würde jetzt erwarten als Orthopäde Unfallchirurg würde man eher erwarten.

00:10:14: Er schreibt ein Buch über die Muskulatur, über die Gelenke, den Verschleiß, Arthrose und so weiter.

00:10:19: Und sie machen ja wirklich einen Ausflug so querbeet durch die Medizin.

00:10:22: Sie haben jetzt eben auch gesagt Schlafmediz... also oder Schlaf, Ernährung Bewegungen usw.

00:10:27: Das ist sicherlich das Spannende.

00:10:28: auch nochmal was man jetzt unbedingt nicht erwartet von einem Chirurgen.

00:10:32: Ja aber mich hat das ganze Thema immer schon gefesselt und ich hatte vor vielen Jahren schon mal darüber nachgedacht zu der Thematik zu schreiben, als es das Wort Long Jeviptic quasi in Deutschland noch nicht gab.

00:10:45: Und hätte das dann wahrscheinlich auch anders genannt?

00:10:47: Das Buch bin aber als Chefarzt irgendwie nicht dazu gekommen und dann ist es immer mehr.

00:10:54: wir kommen das Thema.

00:10:56: ich habe halt auch immer mehr Patienten gesehen die wirklich bei uns extrem muskisch wurden.

00:11:02: Demenz ist natürlich bei uns ein Thema.

00:11:04: Patienten aus den Pflegeheimen sind ein Thema.

00:11:08: Das hat mich dann als Ganzes quasi gepackt.

00:11:11: Und da habe ich irgendwann entschieden, weil auch Freunde und Bekannte auf mich zugekommen sind und gesagt haben du lebst ja relativ konsequent was die Basics angeht und Du kennst sie in der Thematik gut aus schrattest doch mal zusammen und dann habe ich immer wieder ducke.

00:11:24: Ich mache das jetzt.

00:11:25: Kennen Sie denn auch so etwas wie den inneren Schweinhund?

00:11:27: Also den kennt ja jeder Mensch.

00:11:29: aber dass wir sozusagen sie kriegen den besser einen griff Als ich vielleicht

00:11:34: das weiß ich nicht.

00:11:36: Ich bin in bestimmten Dingen vielleicht konsequenter als andere.

00:11:41: Wenn der Wecker klingelt, stehe ich halt auf und...

00:11:44: Sie drehen sich nicht noch fünfmal um?

00:11:46: Das tue ich nicht!

00:11:47: Ja das haben andere und mehr Schwierigkeiten mit.

00:11:52: Es ist natürlich so dass ich einen relativ ausgefüllten Tag habe Und auch relativ konsequent und viel arbeite gleichzeitig leistungsfähig sein möchte und gleichzeitig meinen Körper aber schützen möchte.

00:12:08: Und dementsprechend ist bei mir vielleicht dieses Verständnis, was im Körper passiert noch ausgeprägter System zu verlassen und extrem unvernünftig zu sein, weil ich weiß dass sich eigentlich kontrolliert im roten Bereich unterwegs bin.

00:12:26: Also ich habe zwar longevity-Buch geschrieben aber es heißt nicht das ich alles perfekt mache

00:12:33: also ein Glas Wein oder so ist das für sie vorstellbar?

00:12:35: Oder ist das sowas wo sie Bier am Abend jetzt wahrscheinlich nicht regelmäßig war?

00:12:40: Ist das auch sowas was Sie nicht?

00:12:43: Ich trink seit dreißig Jahren gar kein Alkohol Aber das liegt im wesentlichen daran dass mir das nicht schmeckt.

00:12:48: Und Nissboot, weil ich mich dem total verschließe.

00:12:53: Natürlich kann man sagen und das ist ja so Alkohol ist ein Zellgift und je weniger, desto besser.

00:12:59: Man kann auch nicht dieses Glas Rotwein aus irgendwelchen Aspekten der Franzosen schönreden.

00:13:06: Aber man kann schon sagen dass das einen geselligen Aspekt haben kann ... man durchaus am Abend in geselliger Hunde ein Glas Wein trinken kann.

00:13:19: Aber ihn schmeckt es einfach auch nicht, also das ist so okay...

00:13:23: Mir schmeckt's nicht!

00:13:23: Ich bin da jetzt nicht total Ideologie getrieben und sage das lasse ich deshalb auf alle Fälle weg sondern mir gibt das nichts.

00:13:32: Komm mal zu der Ideologie höher schneller weiter.

00:13:34: So ein bisschen so ein Thema in unserer Gesellschaft auch den Medien.

00:13:38: wir müssen immer Selbst optimierter durchs Geleben gehen, also uns sportlich bewegen.

00:13:43: Wir müssen gut aussehen oder wir sollten keine Falten haben.

00:13:48: Ich habe mal überlegt ist das mehr sehen Sie das auch als Trend teilweise wo es gefährlich sein kann?

00:13:53: Wo man sagt naja wenn es jetzt in einen Stress ausartet dass ich irgendwie die gerade Nase habe dass sich gerade Korrekturen sind ja auch ein Thema wie stehen sie sehr zu?

00:14:05: Ja Wenn wir das jetzt auf Langliebigkeit zunächst mal runterbrechen und nicht auf Operationen, schöner Operationen und sonstiges.

00:14:14: Dann ist es so... Das haben sie eben schon angedeutet, dass kann wenn man perfekt sein will einen Extrem unter Stress setzen.

00:14:24: Es gibt ja mittlerweile viele Leute, die mit Huren laufen.

00:14:28: Die alle möglichen Parameter abnehmen und die mit Ringen laufen... ...die sich nachts messen und die gefühlt alle zwanzig Minuten so wie aufs Handy gucken sie auf ihre Parameter

00:14:40: auch sehr schlafen.

00:14:41: habe ich gut geschlafen?

00:14:41: ist meine Schlafqualität?

00:14:43: genau das kann ein natürlich extrem unter Stress setzen.

00:14:46: und Ich zum Beispiel sehen Sie aber ich hab keine Uhr an ich habe keine Parameter die ich an mir ableite.

00:14:53: Ich messe schon im regelmäßigen Abständen, Laborparameter und gucke auf wie mein Glokosespiegel ist.

00:15:01: Mache eine kontinuierliche Glokosemessung für zwei Wochen aber ich leite das nicht ständig ab.

00:15:08: Das führt nämlich bei mir zu Stress, zu negativen Stress und ist dann

00:15:13: kontraproduktiv.".

00:15:14: Und Sie haben wahrscheinlich ein ganz gutes Gefühl für den Körper wenn irgendwas nicht stimmt oder?

00:15:19: Dadurch, dass sie sich da ja eigentlich gut mit beschäftigen.

00:15:21: Das ist richtig!

00:15:23: Ich muss auch nicht beim Joggen mit einem Pulsmesser unterwegs sein weil ich weiß wenn ich so eine Zwei-Training mache also in einem Ausdauerbereich wo ich mich gut unterhalten kann das ist meistens ein Puls von hundert dreißig und hundvierzig.

00:15:37: Da weiß ich wie zu laufen habe.

00:15:38: aber wenn man jetzt Anfänger isst dann muss man Wenn man jetzt Sport eskaliert auf alle Fälle Messe arbeiten, dann braucht man so eine Uhr für diese Phasen auf alle Fälle.

00:15:50: Aber dieses Vierundzwanzig Sieben die ganze Zeit alle mögliche Parameter bestimmen einen nächsten Morgen erst mal da drauf gucken alles machen.

00:15:58: Die Schlafqualität wird ja unter Kollegen schon besprochen?

00:16:01: Ja das kann ein Sounter Stress setzen dass das kontraproduktiv ist und Optimierungs waren permanent das Biohacking, also dass man alle möglichen Parameter alle zwei drei Wochen abnimmt.

00:16:14: Das halte ich für völlig kontraproduktiv.

00:16:16: Das ist nicht gut.

00:16:17: Man muss irgendwie kennen wo man steht und man muss es auch im Verlauf halbjährlich mal kontrollieren.

00:16:21: Ich denke, das ist sinnvoll aber das andere ist übertrieben und auch dieser Hang zur übertriebenen Perfektion.

00:16:30: Das isst nicht das was man braucht uns die müssen auch nicht zu irgendeinem Coach gehen Ganzkörper NMR machen lassen und fünfzehntausend Euro ausgeben.

00:16:41: Das Entscheidende ist, glaube ich Konsequenz bei den Basics.

00:16:46: Und die Basics sind nun mal Ernährung.

00:16:50: Damit muss man sich mal auseinandersetzen was essig denn tatsächlich wie viel es sich wann es sich das Snäck ich.

00:16:56: zwischendurch habe Ich vielleicht eine Ernährungen die bei mir Entzündung im Körper triggert.

00:17:02: Sehr viel Zucker ist ja auch ein Problem, Müdigkeit durch Zucker.

00:17:06: Kann man gleich noch mal drüber reden?

00:17:07: Das Zweite wäre dann... ...wieviel bewege ich mich und wann bewege Ich mich?

00:17:14: bei meiner Frau zum Beispiel war einen Gamechanger dass sie jetzt immer nach dem Essen zehn Minuten geht damit quasi ihre Zellen schonmal öffnet und direkt was in die Zellen hinein vom Zucker war jetzt eben schon angedeutet vom Zucker gehen kann.

00:17:32: Sie ist vitaler dadurch, ihr geht's besser da durch.

00:17:35: Und das sind so Kleinigkeiten mit denen man unter Umständen einen Schalter umlegen kann und was Positives erreichen kann.

00:17:43: Das Gleiche gilt für Schlafregeneration.

00:17:48: Damit muss man sich mal auseinandersetzen und ich bin immer überrascht wie gut die Deutschen ihre Autos pflegen.

00:17:57: Ostend!

00:17:58: Und Breche ist eigentlich immer darunter.

00:18:01: sage, dass deutsche Gesundheitswesen wäre entlastet um Milliarden.

00:18:06: Wenn sich alle Deutschen oder alle Deutschen ihren Körper so pflegen... Oder

00:18:13: das Öl nehmen was sie für's Anderen ist nicht das gleiche.

00:18:16: Aber man gibt weniger für Öl aus als vielleicht für das gute Öl im Auto?

00:18:20: Ja, das ist richtig!

00:18:22: Also so in der Art.

00:18:23: Das ist ein bisschen überspitzt.

00:18:24: natürlich formuliert dieser Vergleich mit dem Auto aber im Endeffekt ist es ja so, seinen Körper ehren sollte wie ein Tempel.

00:18:35: Und der Mensch ist ja so faszinierend als Konstrukt, dass man ihn auch wirklich ehren kann.

00:18:41: Wir haben dreißig Billionen Zellen.

00:18:44: Dreizig Billion?

00:18:45: Ja, so viele Zellen bestehen hier ungefähr durchschnittlich und wir haben auch noch mal dreißzig Billionen Würte das heißt Darmflora Haut.

00:18:55: Das Blutgefäßsystem ist hunderttausend Kilometer lang Das Nervensystem ausgerollt ist bis zum Mond und zurück.

00:19:03: Und unsere DNA ausgeräult, das sechzig Milliarden Kilometer lang.

00:19:06: Das ist völliger Irrsinn!

00:19:08: Und dass alleine zeigt was für ein toller Organismus das ist den wir eigentlich ehren sollten.

00:19:13: Und das machen wir eben nicht.

00:19:15: Wir muten dem extrem viel zu oder viel mutendem extremen viel zu.

00:19:19: der hält auch viel aus Ist auch gut.

00:19:21: wir haben super Reparaturmechanismen aber die kommen irgendwann zum Lebensende hin an ihre Grenzen und der Lebensstieler da halt ein ganz entscheidenden Faktor.

00:19:32: Und wenn ich dreißigvierzig Jahre Gas gegeben habe, mich nicht regeneriert habe dann darf ich mich hinten raus nicht wundern, wenn das nicht mehr so gut funktioniert pflegebedürftig bin, was ja in Deutschland ein riesen Thema ist.

00:19:51: Kennen Sie das auch bei Patienten?

00:19:52: oder?

00:19:53: ich will mich davon gar nicht freimachen dass man sagt naja andere sind auch gesund gestorben und es ist ja ganz oft dass man sacht ja da ist jemand der war Marathonläufer der hat einen Herzinfarkt gehabt ist umgefallen usw.

00:20:04: damit redet davon würde ich mich jetzt gar nichts so frei machen.

00:20:08: aber da redet man sich ja manchmal auch vielleicht mit raus.

00:20:11: Ja das nenne ich ja im Buch sogar das Helmut Schmidt Phänomen oder der Samuel Schmitz-Syndrom.

00:20:16: Also jeder von uns kennt einen Fümlauch... Der rauchte

00:20:18: wie in einem Schlot?

00:20:19: Genau, er raucht.

00:20:22: Das ganze Leben getrunken hat, der nie Sport gemacht hat und der bis zu seinem allerletzten Tag...

00:20:27: Und der auch schlank war, der war auch nie zu dick!

00:20:29: Letzter Atemzug, ja das kommt durchs Rauchen wahrscheinlich.

00:20:32: Ja

00:20:33: guter Klar

00:20:33: ist es.

00:20:33: ...kopf war.

00:20:35: Es kennt jeder einen der so aussieht wie ich, schlank, sportlich.

00:20:40: Der sie vielleicht mit der Materie auch beschäftigt hat und ich bin jetzt so Mitte Fünfzig, der dann mit dem Herzenfaktor umgefallen ist.

00:20:48: Es aber die Ausnahme?

00:20:49: Genau!

00:20:50: Das ist die Ausnahme.

00:20:52: Die Realität sieht anders aus Und wenn ich Vorträge halte habe ich immer zwei Folien.

00:21:00: Auf der einen Folie bin Ich zu sehen, als es vierhundert Meter läuft, weil sich neunzehn Jahre war Heute.

00:21:07: Und heute, das gleiche Fotogeschossen und Gewicht ist gleich geblieben.

00:21:10: ich bin nur viel grauer geworden.

00:21:12: und auf dem anderen Bild ist Max Kruse zu sehen.

00:21:15: Das ist ein ehemaliger Fußball-Nationalspieler der in der Bildzeitung einen Bild von sich gezeigt hat und gesagt hat Ich besteht zu dreißig Prozent aus Fett.

00:21:23: wenn man das Bild sieht denkt man sogar noch mehr und bei dem ist halt eine stille Entzündung im Körper Der brennt im Prinzip, dass es wie ein füllchen Brand in dem drin mit dem ganzen Fett weil aus dem Fett Adipokina ausgeschüttet werden.

00:21:38: Und bei mir habe ich so ein Bild, da ist kein Brand zu sehen sondern eine grüne Wiese mit so braunen Flecken weil ich schon älter geworden bin, weil ich auch nicht mehr so schnell bin wie früher.

00:21:48: aber bei mir ist halt keine massive Entzündung da und deshalb sind meine Voraussetzungen günstiger vital allzuwerden als die von Kruse.

00:21:57: und der Kruse.

00:21:58: das hab' ich dann auch als Bild.

00:22:00: der sagt an Rheinisch er täte noch immer Jotje-Jange Das stimmt Aber nicht.

00:22:05: er glaubt.

00:22:05: Er wäre Helmut Schmidt, aber die Wahrscheinlichkeit, dass er das ist, es ist extrem gering.

00:22:09: Genau ich fand's auch nochmal spannend weil das hatte ich auch nicht vermutet, dass nur zwanzig bis dreißig Prozent unserer Lebensspanne genetisch vorgegeben sind und wir einfach... Ist das richtig?

00:22:19: Also ich hatte das

00:22:20: Ja.

00:22:21: also es geht vor allen Dingen um die vitale Lebensspannen, aber auch die Lebensspanne an sich.

00:22:26: Es gibt Wiederum auch Studien, die sagen es sind vielleicht fünfzig Prozent.

00:22:32: Ein eigen Zwilling hat man das verglichen aber ist eine relativ kleine Koordination.

00:22:35: Aber man kann sagen, wenn's fünfzig prozent ist, werden immer noch fünfzig Prozent die Lebenstil bedient sind.

00:22:42: und was wir ja alle eigentlich wollen?

00:22:46: Wenn man die Leute fragt ist, wir wollen alt werden, aber gesund bleiben.

00:22:51: Wir wollen nur ne kurze Strecke zum Schluss haben wo wer krank sind, wo wer abhängig wo wir gegebenenfalls pflegebedürftig sind.

00:23:01: Und die aktuelle Datenlage ist so, dass wir sieben bis neun Jahre pflegebedürftig sind.

00:23:07: Was eine sehr lange Zeit ist?

00:23:09: Also eine extrem lange Zeit!

00:23:10: Ja und

00:23:10: es ist nämlich nicht umfallen und sterben sondern das ist in den seltensten Fällen so.

00:23:14: Ja leider und das ist ja dann oftmals auch muss man ehrlicherweise sagen eine Art dahinsiechen.

00:23:20: Pflege kann natürlich ganz wertvoll sein kann ganz liebevoll sein aber ich meine für den Betroffenen.

00:23:26: Das

00:23:26: ist schlimm, ja?

00:23:28: Die Wohnung zu verlieren nicht mehr die eigene Wohnung zu kommen und die Autonomie zu verliern das ist schon ein harter Schlag und oftmals hat es was damit zu tun was man in der Zeit davor gemacht hat.

00:23:41: Das kann mir auch blühen überhaupt keine Frage.

00:23:45: aber die Voraussetzung

00:23:49: Sie müssen sich nicht ärgern, wenn es dann passiert.

00:23:51: Sie können sich nie vorwärmen und sagen ... So kann man's ja auch sehen!

00:23:54: Ja

00:23:55: so kann man das aufreden.

00:23:57: Denn ich glaube schon, dass wenn Menschen schwer erkranken die Frage oft ist was hab' ich dazu beigetragen?

00:24:05: Das geht ja auch nicht um Schuld unbedingt sondern darum.

00:24:08: Ich glaub', das ist ja auch Nicht ihr Anliegen zu sagen Die Patienten kommen ja weiterhin zu ihnen sie haben einen guten Zulauf Das Buch wird gelesen, das heißt ja man identifiziert sich damit.

00:24:20: Ja ich will ja nur das Wissen und das Verständnis erhöhen dass man im Prinzip den Körper wie ein Tempel ehren sollte und sich auch danach in einer gewissen Form verhalten sollte.

00:24:33: Man kann ja und soll intensiv leben und meine Frau sagt immer zu mir du bist zwar Mitte fünftig aber gefühlt bist du schon hundert weil du so viel erlebt hast weil Du so viel gemacht hast Habe ich dann so ein Bild-Zeitungsartikel gefunden, wo Michael Douglas' Achtzig geworden ist und dann stand da Achtzig Jahre, hundertfünfzig Jahre gelebt.

00:24:54: Eigentlich nicht schlecht!

00:24:56: Wenn man intensiv lebt sollte man aber auch bewusst leben.

00:25:01: und Bewusst heißt nicht ohne Lebensfreude nur mit Einschränkungen.

00:25:06: das stimmt nicht.

00:25:08: Eine schließt das andere nicht aus Und ich habe zum Beispiel noch nie in meinem Leben eine Diät gemacht Noch nie das Gefühl.

00:25:16: Haben Sie denn auch Familien ein bisschen Glück, weil schon ... Manchmal ist es ja so... Es kann sich auch ein bisschen vererben.

00:25:22: also wenn man vielleicht eine Mutter hatte die ein bisschen pummeliger war der Vater vielleicht?

00:25:28: Ja also mein Vater der wiegt gute Hundert, aber der ist schon rüstig

00:25:33: und stabil.

00:25:33: Also gibt's auch Unterschiede in der Familie.

00:25:37: Auf alle Fälle!

00:25:38: Aber dadurch dass ich natürlich viel Sport immer gemacht habe, hab' ich meinen Grundumsatz nochmal erhöht, mit dem durch den Leistungsumsatz was ich dann zu mehr genommen habe.

00:25:50: Dann konnte ich immer so viel essen dass das nicht groß angesetzt hat und es kommt halt darauf an wann sie das machen.

00:25:57: wenn ich zum Beispiel morgens zehn Kilometer jogge dann verbrenne ich halt schon acht hundert bis tausend Kilo Kalorien leere meinen Glycogen Speicher im der Muskulatur und in der Leber.

00:26:12: Und schaffe Reserven für ein ausliebiges Frühstück, das geht dann in die Zellen und direkt wieder den Speicher.

00:26:18: Wenn ich aber...

00:26:19: Und daran denken wir normal nicht?

00:26:21: Ja!

00:26:22: Aber das ist ja schön, wenn man sich damit mal auseinandersetzt.

00:26:24: Sie kennen sich damit auch.

00:26:26: Und sein Wissen vertieft weil ich glaube immer Verständnis schafft dann auch dauerhafte Veränderung.

00:26:37: Das ist das Anliegen von dem Buch Schritt für Schritt tiefer in den Körper eintauchen kann, die Faszination vom Menschen kennenlernt und dann sagt ah okay wenn ich zehn Minuten nach dem Essen gehe ist das deutlich besser als der Mittagsschlaf.

00:26:54: Ich glaube deswegen macht es macht das Buch ja auch aus.

00:26:57: also dass sie eben nicht dogmatisch sind sondern dass man versucht oder Sie erklären warum ist das so?

00:27:03: Und dann kann ich was draus machen.

00:27:05: Ich fand das jetzt auch noch mal interessant, zehn Minuten.

00:27:06: Das ist ja so.

00:27:07: dieser Suppenkoma nennt man das glaube ich.

00:27:09: Wenn man nach dem Krankenhaus arbeitet, dann geht man in die Cafeteria oder in die Kantine oder wie auch immer und da ist erst einmal eine Stunde nicht viel los mit einem.

00:27:18: Und dann zu sagen diese zehn Minuten gehe ich vielleicht einfach nochmal kurz ums Krankenhaus.

00:27:25: Ja, ich danke Ihnen herzlich Herr Prof.

00:27:27: Kehleck!

00:27:27: Es ist super spannend Ihr Buch.

00:27:29: vielleicht nochmal ganz am Schluss weil wenn man das Buch sieht Supercover und Sie haben die Abkürzung L – Sie sagen es vielleicht selber mal ganz kurz zu Ihrem Buch?

00:27:39: LNGVTY

00:27:41: kommt von?

00:27:43: Ja, kommt von longevity Und der Arbeitstitel des Buches war eigentlich länger besser leben.

00:27:48: Das war mir aber ein bisschen zu zart Und ich wollte etwas haben, wo das Auge hängen wird und sagt, was heißt denn da jetzt?

00:27:56: Und deshalb habe ich die Vokale quasi weggelassen.

00:27:59: Ja es macht neugierig und ich würde mich freuen wenn wir vielleicht noch mal einen weiteren Podcast machen oder zu einem Podcast aus dem Bereich.

00:28:06: Gelenke finde auch immer sehr interessant weil sie als Orthopäde-und Unfallchirurg da sehr versiert sind und ich glaube es gibt noch ganz viele Themen warum wir länger besser leben wollen.

00:28:16: Herzlichen Dank Herr Prof.

00:28:18: Kehliker!

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