Organspende: Entscheidung fürs Leben
Shownotes
Was passiert eigentlich wirklich bei einer Organspende? Und warum löst das Thema bei so vielen Menschen Unsicherheit oder Angst aus?
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. med. Christine Bornträger, Oberärztin am Institut für Anästhesie, Intensiv-, Notfall- & Palliativmedizin und Transplantationsbeauftragte der GFO Kliniken Südwestfalen, offen über Hirntod, Organvergabe, Abschied, Lebendspende und die größten Mythen rund um das Thema Organspende.
Eine Folge über Vertrauen, Verantwortung – und darüber, warum es so wichtig ist, den eigenen Willen festzuhalten.
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00:00:11: Lebenslinien zwischen Kopf, Herz und Schicksal.
00:00:14: Der Podcast zur Gesundheit Leben und Pflege.
00:00:20: Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuen Folge!
00:00:22: Stellt euch vor ihr könntet mit eurem Tod leben retten und gleichzeitig führt sich ein Gedanke daran irgendwie beängstigend an.
00:00:29: Warum ist das so?
00:00:31: Genau darüber sprechen wir heute über Organspende über Ängste Unsicherheiten und darüber was wirklich dahinter steckt.
00:00:37: Ich bin heute zu Gast in den GFO-Kliniken Südwestfalen bei Dr.
00:00:41: Christiane Bornträger, Fachärztin für Anästhesie und Transplantationsbeauftragte der GFO Kliniken südwestpfalen.
00:00:47: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben!
00:00:50: Ich habe es eingangs erwähnt – viele Menschen fühlen sich beim Thema Organspende unsicher und haben sogar Angst.
00:00:56: Woran liegt das Ihre Erfahrung nach am häufigsten?
00:00:59: Meine Erfahrung nach liegt daran, dass man Informationsdefizite hat.
00:01:04: Grundsätzlich möchte sich, glaube ich, keiner so gerne mit dem eigenen Tod oder mit dem was dann noch passieren könnte beschäftigen und deshalb sucht man da auch nicht unbedingt nach Informationen.
00:01:15: Die Abläufe sind den meisten Leuten noch unklar?
00:01:19: Wann kann eine Organspende überhaupt erfolgen?
00:01:22: Welche Organe können gespendet werden?
00:01:25: Welcher Voraussetzung müssen für eine Orgenspende erfüllt sein?
00:01:28: Das verunsichert die Patienten oder die Menschen und sie beschäftigen sich gar nicht erst mit dem Thema.
00:01:36: Die zweite Angst, die die Menschen oft haben ist dass wenn sie sich zu einer Organspende positionieren und sich durchringen und sagen ja das möchte ich machen.
00:01:45: Dass Sie dann Angst haben keine adäquate Behandlung zu bekommen um am Leben zu bleiben sondern dass sie dann denken Sie werden vielleicht medizinisch nicht mehr adäkwart betreut damit dann dafür ein Organ entnommen werden kann.
00:02:00: Da sind wir auch schon direkt im Thema.
00:02:01: können Sie uns erklären wie genau eine Organnspende abläuft?
00:02:05: Ja, gerne.
00:02:06: Die Organspende läuft in Deutschland nach klaren medizinischen, rechtlichen aber auch organisatorischen Schritten ab.
00:02:13: Es beginnt mit der Feststellung des Hirntodes Der Obligat ist für eine Organdspende.
00:02:18: Nun läuft dann weiter bis zur Transplantation beim Empfänger überprüfen, ob der Hirntod also der unumkehrbare Ausfall aller Hirnfunktionen überhaupt eingetreten ist.
00:02:36: Die Ärzte die das prüfen dürfen auch an der späteren Organentnahme nicht beteiligt sein.
00:02:41: Im nächsten Schritt wird dann geklärt wie stand denn der Verstorbener?
00:02:45: Also der Hirnentode.
00:02:46: zu einer Organspende hat er seinen Willen schon geäußert und dokumentiert zum Beispiel im Organnspendeausweis oder in einer Patientenverfügung?
00:02:56: ist es im Verlauf mit den Angehörigen zu klären, was denn wohl sein mutmaßlicher Wunsch gewesen sein könnte.
00:03:03: Beziehungsweise final wenn sich der Wunsche nicht feststellen ließe dürften auch die Angehöhrigen nach ihrem ethischen Ermessen entscheiden.
00:03:11: Wenn dann ein positives Vuelto für eine Organspende kommt und gesagt wird Der Betroffene hätte das gewünscht Dann wird die Spende an Die DSO die deutsche Stiftung Organtransplantation gemeldet.
00:03:25: Die koordiniert die Spende unter den vielen betroffenen Teams und vermittelt das Transplantationsteam.
00:03:32: Und organisiert die Kommunikation zwischen dem Spenderkrankenhaus, dem Transplantationszentrum und Euro-Transplant der Vermittlungsstelle für die Empfänger.
00:03:44: Ist das soweit abgeschlossen erfolgt die medizinische Untersuchung des Spenders?
00:03:49: Die Organe des Spenders werden auf Transplantationstauglichkeit geprüft.
00:03:54: Dazu gehören zum Beispiel die Bestimmung der Blutgruppe, der Gewebemerkmale und auch mögliche Risiken für einen Empfänger – das heißt Anstecken der Erkrankungen werden ausgeschlossen.
00:04:05: Nur Organe, die tatsächlich medizinisch geeignet sind und freigegeben sind, werden dann auch entnommen.
00:04:12: Der vorletzte Schritt ist dann die Organentnahme im Spenderkrankenhaus, die erfolgt im Prinzip chirurgisch wie eine ganz normale Operation.
00:04:21: Wie bei einem normalen lebenden Patienten.
00:04:25: nach der postmortalen Spende das heißt nach dem verstorben des Spenders müssen die Organe schnell transplantiert werden da sie nicht mehr mit Sauerstoff versorgt sind.
00:04:36: Die Organe werden gekühlt konserviert und zu den Empfänger Kliniken transportiert.
00:04:43: dann Erfolgt in dem Empfängerkliniken im Prinzip die eigentliche Transplantation.
00:04:49: Bereits parallel zu der Organentnahme im Spenderkrankenhaus wird aber in der Empfängerklinik schon der Empffängerpatient vorbereitet auf die Operation.
00:04:59: Der allerletzte Schritt ist dann die Nachsorge, der Abschied.
00:05:02: das heißt Die Wunden beim Spender werden versorgt.
00:05:05: Der Leichnamen wird für eine Bestattung vorbereitet und den Angehörigen wird zeit eingeräumt vom verstorbenen Abschied zu nehmen.
00:05:15: Sie haben gerade Eingangs schon den Hirntod erwähnt, das ist ja nur mal etwas was auch mit vielen Mythen behaftet ist.
00:05:23: Was genau ist der Hirntot und wie unterscheidet er sich vom Koma?
00:05:27: Der Hirntut bedeutet dass die Gehirnfunktion vollständig und irreversibel ausgefallen sind.
00:05:35: wohin gegen ein Koma?
00:05:37: einen vorübergehender Zustand tiefer Bewusstlosigkeit potenziell noch vorhandener Gehirnaktivität.
00:05:45: Das heißt, Coma kann reversibel sein.
00:05:49: der Hirntod ist endgültig.
00:05:51: die Gehirnaktivität ist im Coma noch parziell erhalten.
00:05:56: beim Hirntot ist das Gehirnen vollständig funktionslos.
00:05:59: es fließen keine elektrischen Ströme mehr.
00:06:02: Die Atmung eines Patienten Kann Im Coma Noch Erhalten Sein.
00:06:07: Patienten Können Im Comer Parziell Noch Atmen.
00:06:10: Ein Hirntöter-Patient würde nicht mehr atmen, der ist auf eine Beatmung angewiesen.
00:06:16: Und zusammenfassend können nur Hirntote Personen als Organspender in Frage kommen da ihre Organe dann noch durch Maschinen am Leben erhalten sind aber der Mensch praktisch verstorben ist.
00:06:27: mit dem Hirntod wird der Tod bestätigt und der Todeszeitpunkt festgelegt.
00:06:33: Wer entscheidet eigentlich wer die Organe bekommt?
00:06:36: Wie transparent ist das System?
00:06:38: Das System der Organvergabe in Deutschland ist durch strenge Richtlinien und eine interdisziplinäre Konferenz im Prinzip geregelt.
00:06:47: Die Organe werden über die DSO Euro-Transplant gemeldet.
00:06:53: Euro Transplant ist eine unabhängige Organisation, die die Meldung entgegennimmt und die Gewebemerkmale, die Untersuchungsergebnisse, die vorher in dem Spenderkrankhaus erhoben sind zusammenfasst und die gleichzeitig auf die Meldung potenzieller Spender von dem Transplantationszentren zurückgreifen können.
00:07:14: Und dann gucken, was passt zu wem?
00:07:19: Auf die Empfängerliste werden Patienten von den Transplantation-Zentren gesetzt auch im Rahmen einer interdisziplinären Fallkonferenz wo entschieden wird welcher Patient ein Organ braucht, wie schneller es braucht.
00:07:36: Wie wahrscheinlich ist das er gut von diesem Organ profitiert?
00:07:42: Und die beiden Seiten, die Organangebote und die Empfängerliste werden durch Europas Plant dann abgeglichen.
00:07:51: Die Richtlinien der Bundesärztekammer halten fest unter welchen Bedingung eventuell auch mal eine Transplantation oder ein potenzieller Empfänger von einer Transplantion ausgeschlossen werden muss.
00:08:04: Und rund liegende Grundsätze zur Verteilung von Spenderorganen ist die Berücksichtigung der Dringlichkeit, aber auch der Erfolgsaussicht der geplanten Transplantations.
00:08:16: Die Verteidigung der Organe erfolgt anonym damit weder Spenderfamilien noch Empfängern Familien oder Empfänger selbst voll emotionaler Überforderung geschützt werden.
00:08:29: Welche Organe können überhaupt gespendet werden?
00:08:32: Die häufigsten Organe, die gespendet werden sind die Leber und denieren.
00:08:37: Es können aber auch Darmanteile gespendelt werden, die Bauchspeicheldrüse kann gespendert werden Und natürlich auch Herz- und Lunge.
00:08:46: Zusätzlich zu Organen gibt es auch die Möglichkeit von GW-Bespenden.
00:08:51: Da kommen zum Beispiel die Hornhäute.
00:08:56: Was passiert nach der Organspende mit dem Körper?
00:08:59: Können Angehörige sich in Ruhe verabschieden?
00:09:02: Der Körper des Organnspenders bzw.
00:09:04: der Organ-Spenderin verbleibt im Entnahmekrankenhaus, der Verstorbene wird nach der Nameoperation von den medizinischen Personal auf den Abschiedend mit den Angehören vorbereitet.
00:09:16: Das heißt, wie nach jeder anderen OP werden die Entnahmewunden verschlossen und verbunden.
00:09:22: Maschinen an die der Spender noch angeschlossen war, werden entfernt.
00:09:26: alle Kanülen- und Schläuche werden entfernd.
00:09:29: Und der Verstorbene äußerlich so hergerichtet das von der Entnahme nichts mehr zu sehen ist.
00:09:35: Dann wird den Angehörigen die Möglichkeit gegeben nochmal Abschied zu nehmen in einem hergerichteten Raum unter angenehmen Bedingungen.
00:09:44: Nach einer Organ- und Gewebespende ist jede Form einer Bestattung möglich.
00:09:50: Die Verstorbenheit hat vielleicht zu Lebzeiten Vorstellungen zur Bestattion geäußert oder Angehörige entscheiden, wie die Bestattungen ablaufen soll.
00:09:58: Verzögerung gibt es bei der Beerdigung durch eine Organspende
00:10:01: nicht.".
00:10:02: Wie kann man sicherstellen dass der persönliche Wille zur Organnspende respektiert wird?
00:10:07: Um sicherzustellen, dass der persönliche Wille respektiert wird ist eigentlich der wichtigste Schritt die Dokumentation.
00:10:15: Dahinter sollte ich jetzt eigentlich drei Ausrufezeichen setzen.
00:10:18: Dokumentieren kann man das zum einen in Organspender ausweisen.
00:10:22: dort kann man angeben möchte man Spender sein, möchte man kein Spender seien?
00:10:27: wie wenn man Spänder sein möchte kann man auch noch detaillierter angeben welche Organe oder welche Gewebe möchte ich spenden.
00:10:36: Und man kann auch im Organspenderausweis dokumentieren, ich bin mir nicht sicher aber meine Angehörigen sollen entscheiden.
00:10:44: Auch das ist möglich!
00:10:46: Wichtig wäre dass der Organnspender ausweist dann genauso wie der Personalausweis oder der Führerschein mit sich getragen wird, dass er bei Bedarf schnell zugänglich ist.
00:10:57: Ein erster Hinweis auf eine Organspende Bereitschaft kann auch ein spezielles Tattoo sein, das von den jungen Helden entwickelt wurde.
00:11:05: Eine Organisation, die so ein bisschen die Organdspendebereitschaft oder die Orgenspende in die Öffentlichkeit rücken wollte.
00:11:14: Bei vielen Tätowierern ist es kostenlos möglich dieses Tattoo zu kriegen.
00:11:18: Es zeigt zwei Halbkreise, die zu einem ganzen Kreis werden.
00:11:23: Dieses Tattoo gibt darüber Auskunft, dass grundsätzlich eine Organspendebereitschaft besteht.
00:11:29: Allerdings ist damit sicherlich nicht der Organdspendeumfang oder weitere Hintergründe geklärt.
00:11:35: Dazu benötigt es noch eine weitere Dokumentation.
00:11:39: In einer Patientenverfügung kann man festlegen ob man Organnspender sein möchte und in welchem Armoßmaß.
00:11:47: die heutigen Patienten-Verfügungsvordrucke sehen das oft schon mit vor.
00:11:53: Und ganz wichtig wäre die Registrierung im Organspende-Register.
00:11:57: Das ist ein digitales Register, das ermöglicht es rechtsgültig rechtlich verbindlich zu dokumentieren.
00:12:05: Die Einsichtnahme in das Organdspenderregister ist auch für Transplantationsbeauftragte Ärzte vor jeder Organentnahme
00:12:13: verpflichtend.".
00:12:14: Und wenn man zu Lebzeiten keine Entscheidung für oder gegen eine Organnspende trifft?
00:12:19: Wer entscheidet dann?
00:12:20: Stellen Ärzte oder Ärztinnen den Hirntod fest und es liegt keine Entscheidung zur Organspende vor?
00:12:25: müssen, die nahestehenden Angehörigen entscheiden.
00:12:28: Das heißt zum Beispiel der Ehepartner, volljährige Kinder oder die Eltern.
00:12:33: Dabei wird der mutmaßliche Wille des Verstorbenen abgefragt und zugrunde gelegt?
00:12:39: Wurde in der Familie aber niemals über dieses Thema gesprochen oder kennt man den aktuell Mutmaßlichen Will nicht können die Angehörigen auch nach ihren eigenen ethischen Grundsätzen entscheiden.
00:12:54: Grundsätzlich ist es wichtig, sich selber mit dieser Frage zu beschäftigen und in irgendeiner Form das auch in der Familie zu besprechen um es den Angehöhrigen dann auch einfacher zu machen.
00:13:07: Gibt es Unterstützung für Familien in dieser Situation?
00:13:10: Unterstützung gibt es zum einen über Ärzte oder die transplantationsbeauftragten Ärzten im Spenderkrankenhaus, die sich Zeit für die Angehörigen nehmen und versuchen mit denen in Ruhe herauszuarbeiten.
00:13:24: was könnte der mutmaßliche Patientenwille sein.
00:13:27: Hausärzte sind auch eine Möglichkeit sich eine Meinung zu bilden.
00:13:32: was hätte derjenige gewollt?
00:13:35: von den Krankenkassen werden sogar alle zwei Jahre Beratungsgespräche zu einer Organspende vergütet.
00:13:44: Es gibt aber auch Hilfsorganisationen wie zum Beispiel die Caritas oder auch verschiedene Krankenkassen, die Informationen und Beratungen, auch Onlineberatung zu Fragen zur Organ- und Gewebespenden anbieten.
00:13:57: Und natürlich kann man auf der Homepage der deutschen Stiftung Organtransplantation viele sehr gut strukturierte Informationen finden.
00:14:07: Wie läuft eine Organspende ab?
00:14:09: Was passiert während der Organdspende?
00:14:12: was passiert danach?
00:14:13: was bedeutet es für uns?
00:14:16: finden, sodass man Unterstützungsmöglichkeiten hat.
00:14:21: Zum Teil muss man sie aktiv aber einfordern.
00:14:24: Jetzt gibt es ja nicht nur die Organspende nach Hientut sondern das gibt auch Organe, die gespendet werden können wenn man noch lebt.
00:14:32: Wie sicher ist so eine Lebensspende aus medizinischer Sicht?
00:14:36: In Deutschland ist es so dass eine Organdspende von einem lebenden Menschen grundsätzlich nur möglich ist Die Gesundheit des Spenders durch den Eingriff langfristig nicht gefährdet wird.
00:14:47: Und die zweite Voraussetzung ist, dass diese Spender absolut freiwillig ist.
00:14:53: Die Sicherheit wird durch strenge medizinische und rechtliche Vorgaben gewährleistet.
00:14:58: Der Spender muss in einem guten Gesundheitszustand sein.
00:15:02: Es müssen spezielle Ethik-Kommissionen tätig werden um sicher zu stellen das die Spende auch wirklich auf freiwilliger Basis stattfindet.
00:15:10: Und eine Lebenspende ist nur erlaubt, wenn kein passendes Organ eines Verstorbenen zur Verfügung steht.
00:15:16: So dass es wirklich Ultimarazio ist um die Sicherheit so gut wie es geht zu erhalten.
00:15:25: Es
00:15:28: gibt die klassischen Risiken mit einer Operation einhergehen.
00:15:33: das können zum Beispiel Blutung Infektion oder Embolisation sein.
00:15:38: Es können aber auch in Folge der Operationsnamen Bauchwandbrüche entstehen oder Darmverschlüsse.
00:15:47: Öfters wird berichtet, in Italien waren es elf Prozent und in Australien sogar zwanzig Prozent der Spender.
00:15:55: Und das ist nach einer Organspende zu depressiven Ereignissen kamen.
00:15:59: Faktisch... sind die Lebensspender ja oft enge Familienangehörigen von Patienten und zur Lebensspende.
00:16:06: Es primär, die Niere so das Hauptorgan, dass gespendet wird.
00:16:10: Und was man sich immer auch bewusst machen muss ist, manche Nierenerkrankungen sind auch familiär genetisch bedingt, sodass aufgrund einer engen genetischen Verwandtschaft es auch passieren kann, dass der Spender an der gleichen Erkrankung erkrankt, an der zuvor der Betroffene Empfänger erkrankt ist.
00:16:31: Die psychischen und sozialen Komplikation, die noch im Zusammenhang mit der Spende stehen sie nicht zu vernachlässigen.
00:16:41: Gerade weil es eine enge familiäre oder verwandschaftliche Beziehung ist bedeutet das immer auch Druck untereinander und zum Beispiel auch Schuldgefühle wenn das Transplantat dann im Empfängern nicht seinen Job ordnungsgemäß macht wenn mit dem Organ eventuell weitere Komplikationen übertragen wurden.
00:17:04: Was man sich auch immer überlegen muss ist, was passiert zum Beispiel?
00:17:09: Wenn man von den Partner verlassen wird, den man gerade seine Niere gespendet hat, dann wandert die Niere mit dem Partner weg.
00:17:18: Auch das sind Dinge, die man sie vorher einfach klar machen müsste.
00:17:22: Wenn man darüber nachgedacht hat es ist dann im Nachhinein vielleicht gar nicht so schlimm.
00:17:27: Was würden Sie Menschen sagen, die sich unsicher fühlen oder Angst vor der Entscheidung über eine Organspende haben?
00:17:34: Eine Entscheidung für oder gegen die Organdspende zu treffen ist eine enorm persönliche Entscheidung.
00:17:40: Dabei gilt es gibt eigentlich keine falsche Entscheidung.
00:17:43: Wichtig ist einfach das man sich mit dem Thema beschäftigt und darüber redet dass man wenn man sich damit beschäftigt sich auch nach Informationen um guckt wie gesagt Krankenkassenseiten über die deutsche Stiftung Transplantation, über Podcasts oder über andere Informationsmaterialen.
00:18:04: Es ist auf sein gutes Recht sich nicht zu entscheiden.
00:18:07: Niemand es verpflichtet eine Entscheidung für oder gegen die Organspende zutreffen.
00:18:11: aber dann sollte man zumindest das was einem durch den Kopf geht bis zum Punkt wo man sich nicht entschieden hat mit den Angehörigen besprechen und dass einfach mal so ein Familien Thema machen weil damit lässt man Das Problem bei den Angehörigen, die in einer sowieso schon schwierigen Situation wo sie ganz viele Sorgen und Probleme haben dann auch noch über den Verlauf ihres Liebsen entscheiden müssen.
00:18:42: Sondern die haben eine Basis auf der Sie guten Gefühls sagen können das hätte er so gewollt oder das hätte nicht gewollte
00:18:51: Ja super vielen Dank.
00:18:53: Ich fand das war ein tolles Gespräch zu einem wirklich wichtigen Thema mit vielen neuen Eindrücken.
00:18:58: Vielen Dank, dass Sie die Zeit genommen haben und bis zum nächsten Mal!
00:19:02: Sehr gerne.
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